Konsumrebellion?

Ich habe nichts gegen Konsum. Wirklich nicht.
Ich bin bekennende Genießerin und weiß eine reiche Angebotsvielfalt zu schätzen. Vielfalt wohlgemerkt, nicht globalisierte Uniformität. Ich kann mich echt begeistern für gute Produkte, ein leckeres Essen im Restaurant oder Filme, die mich zum Lachen bringen, inspirieren oder vor Spannung fast platzen lassen. Ach ja, und ein Buch-Junkie bin ich auch. Sollte ich irgendwo etwas besonders Gutes entdecken, werde ich es Euch wissen lassen.

Aber ich habe etwas dagegen, wie der Konsum unser Leben dominiert.
Wir verbringen so viel Zeit mit Geld verdienen, Geld ausgeben, gekauftes Zeug lagern, pflegen, verkaufen, entsorgen … dass uns am Ende kaum noch Zeit zum Leben bleibt. Ein einfacheres Leben würde den meisten von uns gut tun. Wir hätten mehr Platz, mehr Zeit, weniger Druck. Außerdem glaube ich, dass sich viele den Konsumrausch sowieso nicht mehr lange leisten können. Also warum nicht freiwillig ein Downgrade machen?

Jeder Mensch ist anders.
Und jeder sollte selbst entscheiden können, was ihm wichtig ist. Wofür er wie viel Geld ausgibt oder auch nicht. Diese Freiheit müssen wir uns bewahren – gegen Werbedruck, sozialen Druck und gegen politische Reglementierung, ganz egal ob dahinter Lobbyismus steht oder eine Mischung aus guten Absichten und offensichtlicher Dummheit.

Lebt Euer leben, trefft Eure eigenen Entscheidungen.
Zieht Menschen und Erlebnisse toten Dingen vor. Konsumiert weniger und intelligenter und lebt dafür mehr. Auch wenn das manche Zeitgenossen in Eurem Umfeld irritiert.
Das ist es, was ich unter KONSUMREBELLION verstehe.

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2 Antworten zu Konsumrebellion?

  1. fraudehnertsallerlei schreibt:

    Dein Ansatz gefällt mir sehr, sehr gut! Ich selbst habe erst vor kurzem entdeckt, dass es mir gut täte, bewusster zu essen, bewusster zu konsumieren und zu kaufen, bewusster zu leben. Ich werde es erstmal mit weniger kaufen versuchen, bevor ich das kaufen für eine gewisse Zeit ganz einstellte, wie es eine Bekannte kürzlich tat. Aber was den Ansatz betrifft: Wir treffen uns da definitiv auf einer Wellenlänge! 😉

    • konsumrebellin schreibt:

      Herzlichen Dank! Das motiviert mich wirklich sehr. Ich beschäftige mich schon länger mit dem Thema und habe dazu in der deutschen Blogosphäre bisher nichts Adäquates gefunden. Ich denke aber, dass dieses Thema schon viele bewegt – und ich hoffe, dass mein Blog nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch zur Veränderung inspiriert.Mir selbst haben jedenfalls einige englischsprachige Blogs und auch Bücher sehr geholfen.

      Ich stecke ja selber noch mittendrin in diesem großen spannenden Lifestyle-Experiment 😉

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