PROST!

Wer meine bisherigen Posts gelesen hat, könnte den Eindruck bekommen: Konsumrebellion heißt vor allem Verzicht üben und sich über die Auswüchse der Konsumgesellschaft beklagen. Nein, stimmt nicht. Erstens bin ich nicht so negativ gestrickt. Zweitens kann Konsumrebellion sogar richtig Spaß machen. Und gut schmecken.

In unserer von Fertigprodukten und Fast Food geprägten Welt ist Selbermachen ja schon fast ein Akt der Subversion. Erfreulicherweise finden immer mehr Leute Geschmack daran. Und das ist auch kein  Wunder. Es macht glücklich, wenn etwas Selbstgemachtes gut gelingt und sogar gelobt wird.

Oder seid Ihr schon mal mächtig stolz gewesen, weil Euren Gästen die im Feinkostladen gekauften Tapas so wahnsinnig gut geschmeckt haben? Bei eigenen Kreationen sieht das schon anders aus. Außerdem haben selbstgemachte Leckereien den unschlagbaren Vorteil, dass man weiß, was drin ist.

Mich hat es jedenfalls auch erwischt. Was? Na das DIY-Fieber. Zumindest im kulinarischen Bereich.

Alles begann damit, dass ich vor einigen Wochen erstmals mit Holunderblütenlikör experimentiert habe. Der Testlauf fiel ermutigend lecker aus und da hatte ich eine Idee: Dieser selbstgemachte Likör ist ein super Mitbringsel oder kleines Geschenk. Schließlich bin ich nicht die Einzige, die verrückt nach dem wunderbaren Holunderblütenaroma ist. Und das Beste: Holunderblütenlikör kann man fast nirgendwo kaufen.

So kleine Geschenke fand ich bisher immer echt problematisch. Ich hasse es, Zeug zu verschenken, das in jedem Supermarkt-Regal steht. Und etwas Nettes, Spezielles wird meist schnell teuer oder ist nicht aufzutreiben, wenn man es spontan braucht.

Also habe ich beschlossen: dieses Jahr gibt es nur noch selbstgemachte Geschenke (na ja, zumindest die kleinen). Ich habe noch jede Menge von diesem leckeren Holunderblüten-Gedöns angesetzt. Eine ganze Batterie geschenktauglicher Flaschen bestellt (die Postbotin war weniger begeistert). Etiketten layoutet. Wenn schon DIY-Geschenke, dann mit Stil.

Es war Frühsommerfeeling pur, die Holunderblüten zu sammeln und den Likör herzustellen. Inzwischen haben auch die ersten verschenkten Flaschen schon für leuchtende Augen gesorgt. Und mir hat es noch nie so viel Spaß gemacht, ein Gastgeschenk mitzubringen.

Inzwischen ziehen schon Rhabarber- und Himbeerlikör in der Küche vor sich hin. Bin gespannt auf die Resultate. Und damit mein Freundeskreis nicht dem Alkoholismus verfällt, laufen auch schon die ersten Essig-Experimente. Himbeer-Essig ist schon fertig – und schmeckt delicious!

Und nebenbei gesagt: Wenn Ihr sparen müsst oder wollt, sind diese selbstgemachten Likörchen ein erstaunlich günstiges Geschenk. Selbst, wenn Ihr dafür extra schöne Flaschen ordert und alles hübsch verpackt.

In diesem Sinne: Versucht doch auch mal, den Sommer in Gläser und Flaschen zu packen. Ich gehe jetzt gleich auf den Markt, schwarze Johannisbeeren für meine nächsten Experimente besorgen.

Bon week-end!

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