Shoppingdiät. Update #1

10 von 184 Tagen Shoppingdiät habe ich jetzt hinter mir und was ich bisher zu berichten habe, ist eher unspektakulär. Ich lebe noch. Ich habe nicht gesündigt. Und ich leide nicht. Überhaupt nicht.

Sicher, da spielt mir einiges entgegen. Der Nicht-Sommer hier im Rheinland zum Beispiel. Wenn man mangels Wärme bisher nur Bruchteile seiner Sommergarderobe getragen hat, tendiert der Kaufreiz für noch mehr gegen Null. Ich bin überzeugt, dieses elendige Tiefdrucksystem, das uns hier seit Wochen den Sommer vermasselt, wird sich auch durch den demonstrativen Kauf von hundert Bikinis nicht umstimmen lassen.

Und beim Anblick der ersten Wollpullover, die schon wieder in den Schaufenstern auftauchen, überfällt mich eher Panik als Kauflust. Winter hatten wir doch gerade erst. Ich will endlich Sooommmmeeeer!

Die einzig ernstzunehmende Herausforderung für meine Shoppingdiät habe ich aus eben diesen Gründen auch ganz cool bestanden. Ich bin nämlich seit Jahren verliebt. In Claire Campbell. Eine kostenintensive Leidenschaft. Aber die ehemalige Chefdesignerin von Girbaud, die seit einigen Jahren das Label HIGH Use betreibt, ist halt einfach genial. Und ihre Kreationen sind so eigen und außergewöhnlich, dass man sie jahrenlang tragen kann.

Weil HIGH nicht ganz billig ist, nehme ich immer gerne den Sale mit. Und gemeinerweise erreichten mich die Einladungen zum Sale in meiner Kölner Lieblingsboutique und bei HOT-Selection (ich weiß, doofer Name, aber der beste deutsche Online-Shop für HIGH und Girbaud) just, als ich mich zur Shoppingdiät verpflichtet hatte.

Pech gehabt. Sorry, Claire. Aber wenn ich mit meiner Shoppingdiät durch bin, ist ja wieder Sale. Und der Winter hat den unschlagbaren Vorteil, dass er im Gegensatz zum Sommer immer stattfindet.

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2 Antworten zu Shoppingdiät. Update #1

  1. nunette schreibt:

    wow, echt schöne sachen dabei – hab mir aber den punkt „philosophy“ auf ihrer page angeschaut und da ist kein wort von fairer produktion. das bedeutet, dass die kleidungsstück nur unwesentlich mehr in der produktion kosten als bei anderen, billigeren anbietern – und nur noch mehr aufs marketing gesetzt wird. mein verdacht. und die sachen gefallen mir so gut, dass ich mir fast wünsche, widerlegt zu werden…

    • konsumrebellin schreibt:

      Ich habe natürlich keine Insider-Informationen, aber ein Stück weit kann ich Dir den Gefallen tun, Dich zu widerlegen 😉

      Nicht alle, aber sehr viele Teile sind sogar Made in Italy. Ich denke, da kann man davon ausgehen, dass die Produktion halbwegs fair läuft. Die Schnitte sind häufig sowas von raffiniert, dass das in einer Sweatshop-Buzze in Bangladesh auch nicht funktionieren würde.

      Auch die Stoffe sind schon besser als bei vielen anderen Anbietern. Ich vergleiche ja auch immer wieder. Aber was soll ich sagen … es ist schwer, an diese Messlatte ranzukommen.

      Sicher verdient das Unternehmen immer noch genug Geld, aber man bekommt dafür auch was geboten. Es sind keine one-season-Teile und sie sind selten. Was mir auch noch gefällt: Die machen so gut wie keine Werbung – jede Saison ein schönes Look Book und ganz selten mal eine Anzeige. Das wars.

      Und ich entschuldige mich schon jetzt vorsorglich dafür, dass Du mich vielleicht nächstes Jahr noch verfluchen wirst, wenn Du erstmal auf den HIGH-Geschmack gekommen bist 😉

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