Keine Angst vor Shoppingdiät!

Es macht mich sehr stolz und glücklich, dass mein junges Blog schon die erste Leserin in Versuchung führt. Oder besser gesagt: aus der Versuchung herausführt. Sie ist drauf und dran, sich in ihre eigene Shoppingdiät zu stürzen. Aber so richtig traut sie sich noch nicht.

Ich kann das vestehen. Absolut. Eine Zeitlang zum Beispiel GAR KEINE Kleidung mehr zu kaufen, hört sich gerade für Shopaholics wirklich erschreckend an. Sehr viel erschreckender als es eigentlich ist.

Auch ich konnte mir das früher überhaupt nicht vorstellen. Ich erinnere mich, wie ich vor zwei Jahren Linda Deslauriers Buch „Die Kleiderdiät“ gelesen habe. Ihre Tipps zur Beurteilung von Kleidung und zum Ausmisten des Kleiderschranks fand ich sehr inspirierend. Viele habe ich auch umgesetzt.

Eins kam für mich aber wegen vermeintlich totaler Nicht-Umsetzbarkeit gar nicht in Frage: Während des Kleiderschrank-Ausmistens, das einige Monate dauern kann, wirklich nur das Allernötigste oder am besten nichts zu kaufen. Die Autorin selbst hat sich, wenn ich mich recht erinnere, in einem Jahr nur ein Paar Stiefel und etwas Unterwäsche gekauft. Für mich damals absolut undenkbar.

Natürlich muss man für eine Shoppingdiät reif sein. Aber mal ehrlich: Wenn Ihr darauf wartet, dass Euch Gott, das Universum oder sonstwer eine Bescheinigung mit der Message „Es ist soweit. Du bist jetzt reif für die Shoppingdiät.“ in den Briefkasten steckt, dann wird es nie was.

Meint Ihr, eine Shoppingdiät könnte Euch gut tun? Dann springt ins kalte Wasser. Probiert es einfach aus. Für einen kleinen, überschaubaren Zeitraum. Ganz für Euch allein. Zum Beispiel einen Monat lang. Wenn es gut läuft, hängt noch einen dran. Dann wisst Ihr, wie es sich anfühlt. Dass Ihr es könnt. Und ob Ihr für einen bewussteren, reduzierten  Konsum reif seid. Auf jeden Fall seid Ihr um eine wertvolle Erfahrung reicher.

Übrigens, mit dem richtigen Blickwinkel ist mit Nicht-Kaufen auch nicht mehr Verzicht verbunden als mit Kaufen. Darüber gibt es morgen einen neuen Post.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Bücher, Downscaling, Konsum-Rebellisches, Mode, Shoppingdiät + Konsumverzicht abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Keine Angst vor Shoppingdiät!

  1. fraudehnertsallerlei schreibt:

    Ich bin gespannt auf den Post von morgen! 🙂

  2. Interessante Aktion. Ich frage mich jetzt gerade, ob mein durchaus exzessiver Sammeltrieb in Richtung Filme nun eher als Hobby legitimierbar ist oder nicht. Kleidung lasse ich mir ohnehin hauptsächlich zu Geburtstag und Weihnachten schenken. Als Mann braucht man da ja nicht so viel. Ich überlege jetzt nach 6 Jahren mal wieder ein Paar Schuhe auszutauschen. Meine jetzigen Alltagsschuhe beginnen langsam ausgelatscht zu wirken.^^

    • konsumrebellin schreibt:

      Na ja, eine Shoppingdiät im Modebereich brauchst Du ganz sicher nicht 😉

      Und sonst: ein bisschen Jäger und Sammler sind wir doch alle. Nur die Objekte der Begierde unterscheiden sich.

      Letztlich muss man sich nur hin und wieder ehrlich folgende Fragen beantworten: Habe ich’s noch unter Kontrolle? Kann ich es mir leisten? Macht es mein Leben besser oder schlechter?

      Eine Shoppingpause in den kritischen Bereichen ist nie verkehrt, schon weil sie die Perspektive wieder gerade rückt 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s