Haufenweise Durchblick bekommen.

Was bleibt im Kleiderschrank. Was kommt weg?

Eigentlich ist das doch ganz einfach: Jedes Teil anschauen, anprobieren, entscheiden.
Gut, ganz so einfach ist es doch nicht. Es braucht Zeit. Und bei einem sehr vollen Kleiderschrank kann die Aufgabe so monströs erscheinen, dass man gar nicht damit beginnen mag.

Also heißt es: Die Aufgabe in handliche Pakete aufteilen. Und den ersten Schritt machen: Blockt Euch dafür an einem freien Tag etwas Zeit. Räumt Euren gesamten Schrank aus. Und sortiert alles auf vier Haufen:

Auf Haufen Nummer eins landen die im letzten Post beschriebenen Teile, die reif für die ewigen Jagdgründe sind. Diese werden entsorgt.

Haufen Nummer zwei ist für alle Teile, die Ihr behalten wollt. Diese kommen vorerst zurück in den frisch geputzten Schrank. Ordentlich gestapelt und aufgehängt. Und erst, nachdem Ihr Euren Rechner angeworfen und jedes Teil in einer Excel-Tabelle erfasst habt. Am besten nach Kategorien wie Hosen, Röcke, Kleider etc. sortiert. Das verschafft Euch eine perfekte Übersicht über Eure Bestände. Und wahrscheinlich auch einen Schock angesichts der Masse, die immer noch den Schrank belegt. Aber das kann nur helfen und motiviert zum weiteren Ausmisten. Außerdem ist diese Tabelle auch noch für etwas Anderes gut. Aber dazu mehr im nächsten Post.

Fällt Euch bei Teilen von Haufen Nummer zwei Reparatur- oder Reinigungsbedarf auf? Legt die Teile nicht zurück in den Schrank, sondern auf einen separaten Stapel. Und bringt sie möglichst schnell in Ordnung.

Kandidaten für Haufen Nummer drei  sind Kleidungsstücke, die eigentlich in Ordnung und tragbar sind. Aber die Ihr sicher nicht mehr tragen werdet. Weil sie nicht passen. Und es wahrscheinlich auch nie werden. Weil Euch die Farbe nicht steht. Weil in den High Heels, die Ihr in einem Anfall von Sexy-Aussehen-Wollen erworben habt, nach zehn Minuten die Füße streiken. Oder weil Ihr in dem schwarzen Hosenanzug vielleicht die gewünschte Kompetenz ausstrahlt, Euch aber gleichzeitig unglaublich angepasst und spießig darin fühlt.

Auf diesen Haufen gehören übrigens nicht nur klassische Fehlkäufe. Es gibt auch Dinge, die man früher gern getragen hat, aber die sich jetzt irgendwie falsch anfühlen. Menschen ändern sich. Äußerlich und innerlich. Lebensumstände ändern sich. Da kann es schon passieren, dass ein ehemaliges Lieblingsstück heute ein Fall fürs Aussortieren ist.

Alle Kleidungsstücke von Haufen drei könnt Ihr theoretisch verschenken, verkaufen oder tauschen. Theoretisch. Andere interessiert es nur bedingt, ob Ihr viel Geld für ein Teil ausgegeben habt. Oder es Euch mal riesig gefallen hat. Deshalb prüft alle Teile noch einmal mit einem möglichst objektiven Auge und fragt Euch, wie hoch die Chance tatsächlich ist, dass sie neue Abnehmer finden. Hier hilft eine kurze Recherche bei ebay. Da bekommt man einen guten Überblick, was läuft. Und zu welchen Konditionen.

Alle frisch gewaschenen und gebügelten Sachen kommen dann in eine Tasche, eine Textilbox oder einen Wäschekorb – bis zu Eurer Tauschparty, zum Verschenken, Spenden oder Eurer Verkaufsaktion. Alles, was Ihr via Internet anbieten wollt, fotografiert Ihr am besten direkt nach dem Waschen & Bügeln einmal durch – bevor es beim Zusammenfalten neue Knicke bekommt.

Auf Haufen Nummer vier landen die Teile, bei denen Ihr Euch nicht sicher seid. Darum kümmern wir uns später. Deshalb verpackt Ihr diese Sachen am besten in einem weiteren Wäschekorb oder einer Textilbox.

Das Ergebnis:

Euer Kleiderschrank ist mit überschaubarem Aufwand schon sehr viel übersichtlicher. Was nett aussieht und die Feinarbeit des weiteren Ausmistens erleichtert. Alle Teile zum Verkaufen oder Verschenken liegen griffbereit. Und auch Eure „Fragezeichen“ sind nicht mehr im Schrank untergewühlt.

Wozu die Excel-Tabelle noch gut ist und was Erbsen mit dem weiteren Decluttern zu schaffen haben, erfahrt Ihr im nächsten Post.

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9 Antworten zu Haufenweise Durchblick bekommen.

  1. fraudehnertsallerlei schreibt:

    Ich finde deine Hinweise für die neuen Posts immer sehr witzig! 😀 Erst grüne Elefanten, jetzt Erbsen! 😀 Ja, ausmisten muss ich auch mal wieder. Aber die Sachen, die definitiv nicht mehr passen, kommen nicht ganz weg, da meine Schwiegermama und ich jetzt gemeinsam ins Trainig einsteigen. Gekoppelt mit meiner Ernährungsumstellung hoffe ich, bald in einige Dinge wieder hinein zu passen! 🙂

    • konsumrebellin schreibt:

      Danke, ich stelle gerade fest, meine Cliffhanger sind alle rund und grün 😉

      Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Abnehmen.

      Das ist doch gleich noch eine Motivation für Deine Shoppingdiät und die Zeit danach: Schau doch erstmal, wo Du mit Training und besserer Ernährung größenmäßig landest, bevor Du wieder etwas kaufst.

      Liebe Grüße

  2. shoppingdiaet schreibt:

    sehr guter Tip! Ich habe ein Ausmist-Event mit Freundinnen draus gemacht, war sehr lustig: http://shoppingdiaet.wordpress.com/2012/07/18/tag-200-ja-nein-jein-ausmisten-deluxe/

  3. Pingback: Vilfredo P. und noch mehr Erbsen | KonsumRebellion

  4. Pingback: Shoppingdiät Update #11: Bergfest | KonsumRebellion

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