Shoppingdiät Update #11: Bergfest

Was ist denn das für eine Konsumrebellin?

Manisch besessen von Ihrem Kleiderschrank und obendrein auf Excel-Tabellen fixiert? Falls meine letzten Posts diesen Eindruck erweckt haben, kann ich Euch beruhigen.

Was ich da in drei Posts konzentriert habe, sind die Erfahrungen der letzten beiden Jahre. In den vergangenen Monaten habe ich mich nur sehr wenig mit meinem Kleiderschrank beschäftigt. Was übrigens sehr entspannend war. Und das Update meiner beiden Excel-Dateien ist nur eine 2-Minuten-Routine. Darüber hinaus hält sich meine Begeisterung für Excel und andere Microsoft-Produkte stark in Grenzen.

Aber so nerdy diese Inventur-, Ausmist- und Shootingaktionen anmuten mögen, sie waren notwendig und sehr nützlich.

Notwendig deshalb, weil ich vor meiner Konsumrebellion ein echter Shopaholic war. Und das hinterlässt Folgen. In meinem Fall einen Kleiderschrank, der überfüllt war mit meist ziemlich teuren Sachen. Dieser Overkill musste erst einmal reduziert werden. Und zwar einigermaßen intelligent.

Zum ersten sollte das, was übrig bleibt, so gut sein, dass ich nicht gleich wieder zum Shoppen animiert wurde. Zum zweiten sind in all diese Teile wertvolle Ressourcen geflossen. Meine Zeit. Mein Geld. Natürliche Ressourcen. Die Kreativität und die Arbeitskraft anderer Menschen. Da konnte ich nicht einfach so im Affekt die Häfte in die Tonne packen, nur weil ich gerade vom Zuviel genervt war. Außerdem mochte ich vieles davon ja schon gerne.

Also musste ich mich wohl oder übel damit auseinandersetzen. Durch Ausmisten nach dem Haufenprinzip. Die Betrachtung meines Kleiderschranks durch Herrn Paretos Brille. Und ein zumindest partielles Kleidershooting.

Was sich als sehr nützlich herausgestellt hat und ein voller Erfolg war. Erstens ist mein Kleiderschrank jetzt in großen Teilen so, wie ich ihn haben will. Zweitens habe ich keine Lust mehr auf Shopping.

Beim diesjährigen Auspacken meiner Wintersachen hatte ich erstmals (fast) nur Teile in der Hand, über deren „Wiederentdeckung“ ich mich wirklich freue. Es war sehr gut, dass ich mich bewusst mit dem Zuviel auseinandergesetzt habe. Und dabei hin und wieder ordentlich genervt war. Der englische Begriff „fed up“ drückt es eigentlich noch besser aus.

Das alles hat mich in die Lage versetzt, einen Schlussstrich zu ziehen und ab 1. Juli mein Projekt zu starten, bis Ende des Jahres keine Kleidung, Schuhe und Accessoires zu kaufen. Heute sind genau drei Monate um. Bergfest. Und mir bekommt die Shoppingdiät so gut, dass ich schon mit Verlängerung liebäugele.

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3 Antworten zu Shoppingdiät Update #11: Bergfest

  1. shoppingdiaet schreibt:

    jaaa, mach ein jahr draus!! nach 6 monaten dachte ich auch mal kurz, dass die vielleicht ausgereicht hätten, aber jetzt passiert noch mal sooo viel!

  2. shoppingdiaet schreibt:

    Aber natürlich herzlichen glückwunsch zum bergfest!!

  3. konsumrebellin schreibt:

    Ganz lieben Dank 🙂
    … und über die Verlängerung denke ich schon nach. Vielleicht gibt es ja am 1.1. noch ein Bergfest. Schade, dass ich Dich und Nunu nicht schon ein halbes Jahr früher entdeckt habe. Shoppingdiät in Gesellschaft macht doch mehr Spaß. Aber ich hoffe doch, dass Ihr auch ab 1.1.2013 noch weiterbloggt.

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