Herbstliche Crumbles

Äpfelbaum

Noch locken auf den Märkten leckere Zwetschgen und Renekloden. Und das Wochenende steht vor der Tür. Höchste Zeit, mit Euch meine Kuchenentdeckung des Herbstes zu teilen: Crumbles.

Duftenden, frisch gebackenen Obstkuchen vom Blech mit schönen Streuseln habe ich schon immer geliebt. Nur auf den Teig hätte ich für den vollkommenen Genuss eigentlich verzichten können. Das Beste sind sowieso die Früchte und die Streusel. Und genau daraus bestehen Crumbles, ein erstaunlich gut schmeckendes Dessert mit englischer Tradition.

Das Beste ist: Sie sind schnell und komplett unkompliziert zubereitet. Und damit auch für eine spontane Sonntagnachmittagsschlemmerei perfekt geeignet.

Wie bitte? Crumbles, Früchte, Streusel?

Keine Sorge, ich mutiere nicht zum Foodblogger. Aber nach so viel Ausmisterei und Shoppingdiät ist es Zeit für ein paar kleine Sünden. Und nicht zu vergessen: Selber Backen ist natürlich auch ein Akt der Konsumrebellion. Ein kleines genussvolles Eckchen des Lebens, das zumindest einige Leute tapfer gegen die Epidemie des industriellen Fertigkrams verteidigen. Und das sich erfreulicherweise gerade immer mehr Menschen zurückerobern.

Außerdem gehören Kochen und Backen zu meinen „grünen Elefanten“. Und auch nicht ganz unwichtig: Die Herbst-Crumbles könnt ihr problemlos komplett aus regionalen, saisonalen Bio-Zutaten herstellen.

Und so geht’s:

Da die Streusel ein paar Minuten im Kühlschrank ruhen sollten, bereitet Ihr sie am besten zuerst zu. Einfach Mehl, weiche Butter und Zucker in einer Schüssel zu Streuseln kneten, ab in den Kühlschrank und fertig.

Dann ist es Zeit, den Ofen auf 180° Grad vorzuheizen.

Als Früchte könnt Ihr alles nehmen, was Ihr am Herbst-Angebot mögt: Mirabellen, Zwetschgen, Renekloden oder auch Äpfel und Birnen. Die Früchte werden in kleine Spalten geschnitten und in gebutterte, feuerfeste Formen geschichtet. Ich bestreue die Früchte noch mit Zimtzucker, Vanille und etwas geriebener Tonkabohne. Wer mag, kann auch noch Haselnüsse oder Walnüsse dazugeben.

Als Formen bieten sich kleine Auflauf-Formen oder die Mini-Cocottes von Le Creuset an. Die Größe hängt von Eurem Appetit ab. Ich würde aber in jedem Fall für jede Person eine eigene Form nehmen und nicht  eine große Auflaufform für alle. Denn so lecker die Crumbles auch sind: Beim Aufteilen in Portionen leiden sie doch optisch ein wenig.

Sind alle Früchte in den Formen drapiert, verteilt ihr die Streusel darüber. Und dann ab in den Ofen. Nach 25 min sind die Crumbles fertig. Und nach ein paar weiteren Abkühlminuten könnt Ihr sie genießen.

Zutatenliste (für 4 Mini-Cocottes)

Für die Streusel:
120 g Mehl
100 g weiche Butter
100 g Zucker
Vanillezucker, wenn Ihr mögt etwas Zimt

Früchte:
ca. 500 g Zwetschgen, Renekloden, Mirabellen, Äpfel o.ä.
Pro Mini-Cocotte 4-5 Zwetschgen oder 1 großer Apfel.
Ich würde bei den Früchten eher großzügig rangehen und lieber ein paar vorrätig haben.

Zum Schluss muss ich mir leider nicht Zimtzucker, sondern Asche aufs Haupt streuen.

Natürlich gehört zu jedem Rezept ein Foto. Ich hatte mir auch fest vorgenommen, letzten Sonntag welche zu machen. Aber als dann die duftenden Zwetschgen-Crumbles aus dem Ofen kamen, habe ich meinen Blog komplett vergessen. Und nur noch ans Essen gedacht. Zur Entschuldigung kann ich nur anbringen, dass ich vorher mit dem Mountainbike unterwegs war und Hunger hatte.

Aber das Foto kommt noch. Versprochen. Zum Ausgleich gibt es dafür ein paar schöne Herbst-Impressionen.

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2 Antworten zu Herbstliche Crumbles

  1. nukimama schreibt:

    Booaaaaaah, lecker, ich muss morgen auch gleich auf den Markt gehen und backen!!! Und soooooo schöne Fotos!
    Liebe Grüße

    • konsumrebellin schreibt:

      Danke 🙂

      … und jaaaa gehe auf den Markt und backe! Ist wirklich super lecker.

      Ich muss allerdings gestehen, dass ich nach dem ersten Crumble-Versuch in Mini-Cocottes auf zwei 14 x 20 cm Auflaufformen von Emile Henry umgestiegen bin (für 2 Personen). Für sowas Tolles sind die Minis einfach zu klein gewesen 😉

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

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