Shoppingdiät Update #14: Aufs große Ganze schauen.

Fokussierung ist gut.

Und dann handeln, was tun, den Hintern hochkriegen, den ersten Schritt gehen.

Mit meiner Shoppingdiät habe ich mich fokussiert. Auf meinen (ehemals) schlimmsten Auswuchs von Konsumsucht. Meinen größten Geldfresser. Einen echten Big Point. Und ich habe endlich gehandelt.

Aber das ist nicht das ganze Bild.

Sondern nur ein erster Schritt. Mir geht es nicht nur darum, mal ein Jahr lang keine Kleidung zu kaufen. Und damit meine ganz spezielle Form der Shoppingsucht zu kurieren. Wobei das ja auch schon was ist.

Mir geht es darum, mich schrittweise von den Zwängen und negativen Auswirkungen der Konsumgesellschaft – auch Hamsterrad genannt – zu befreien. Wie weit ich damit komme, wird spannend. Wie der Weg aussieht, auch.

Darum ist Fokussierung – zum Beispiel auf die Shoppingdiät – nur die halbe Miete. Fokussierung ist gut, wenn man etwas Konkretes tun will. Aber wenn ich vor lauter Fokussierung auf das Nicht-Kaufen das Ziel aus den Augen verliere, bleibt nur noch Verzicht übrig. Und es wird irgendwann schwierig.

Deshalb sollte man auch das große Ganze im Auge behalten.

Sprich: Warum man das eigentlich macht und wo man längerfristig hin will.
Und das ist im Alltagsgewusel oft gar nicht so einfach.

Dabei helfen gute Bücher. Zur Zeit lese – nein verschlinge – ich Tom Hodgkinsons
„Die Kunst, frei zu sein“. In dem Buch geht es darum, wie man sich aus der Knechtschaft der Hamsterrad-Konsumgesellschaft befreit – nämlich im Wesentlichen durch eine einigermaßen anarchistische Grundeinstellung, Konsumverzicht und DIY satt. Gespickt ist das Ganze mit jeder Menge Anekdoten und Ausflüge in die Geschichte.

Nein, dieses Buch sagt nichts substanziell Neues. Es ist auch ganz sicher kein Ratgeber, den man Schritt für Schritt brav abarbeiten kann. Und aus meiner Sicht ist der herrlich exzentrische Brite ein wenig zu verliebt ins Mittelalter. Aber ich mag das Buch. Es ist amüsant geschrieben. Es bestätigt meine eigene Gedanken. Öffnet den Blick. Und stärkt den Rücken.

Vor allem mag ich Hodgkinsons undogmatischen Ansatz, der vor allem eins erreichen will: Lebenslust, Freude, Farbe, Vielfalt und vor allem Selbstbestimmung zurückzuholen, die von der Industrie- bzw. Konsumgesellschaft vernichtet wurden.

Eine klare Leseempfehlung – auch an gewisse liebe Shoppingdiät-Mitstreiterinnen im Endspurt, die sich gerade mit den Versuchungen schwedischer Modeketten herumplagen 😉

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2 Antworten zu Shoppingdiät Update #14: Aufs große Ganze schauen.

  1. nukimama schreibt:

    Wie immer einfach wieder komplett auf den Punkt gebracht 🙂

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