Ruhe kehrt ein.

xmas

Weihnachten hat mich in den letzten Tagen völlig absorbiert.

Aus lauter Übermut über ein paar freie Tage am Stück bin ich in den letzten Tagen vorm Fest wiedermal in die übliche Falle getappt: Zu viel Aktivitäten in einen Tag zu packen. Nochmal auf die Lieblingsweihnachtsmärkte. Noch ein, zwei Geschenke kaufen. Noch ein neues Plätzchenrezept ausprobieren, das sich zwar als sehr lecker, aber auch als sehr zeitaufwändig erwies … so wurde es an Heiligabend auf der Zielgerade etwas knapp.

Aber es hat alles noch gepasst und als wir dann im Altenberger Dom, einer alten Zisterzienser-Kirche im Bergischen Land, bei der Lichtermesse saßen, kehrte so eine richtig schöne Weihnachtsstimmung ein. Und ich fand es faszinierend, dass genau in dieser Kirche die Menschen schon seit fast 800 Jahren Weihnachten feierten.

Jetzt ist ein schönes Weihnachtsfest vorbei und es kehrt Ruhe ein. Und gerade deshalb liebe ich auch die Zeit zwischen den Tagen. Die Geschenke sind verschenkt. Die Weihnachtsmärkte geschlossen. Die Plätzchen in der Aufess- und Verteilphase. Keine Versuchungen oder Verpflichtungen, die einen davon abhalten, sich mit Weihnachts-Buchgeschenken auf dem Sofa herumzulümmeln. Endlich wieder mit den Mountainbikes durch die Wälder zu fahren (auch wenn das momentan eine üble Schlammschlacht gibt). Oder mit ein paar Ausmist-Aktionen mehr Luft fürs neue Jahr zu schaffen.

Genau letzteres werde ich jetzt tun. Denn der Liebste, sein großer Bruder und der kleinste Neffe stecken in der Garage und werkeln im Motorraum unseres schon wieder bockenden VW Passat. Für den Nachmittag ist Regen gemeldet, so dass Mountainbiken auch aus diesem Grund ausfällt. Also die perfekte Gelegenheit, mich mal meinem überquellendem Bücherregal zu widmen.

Und apropos zu viel vornehmen: Ich bin jetzt ganz froh, dass ich mir vor Weihnachten nicht noch ein paar Strickbücher geordert und Wolle gekauft habe. Der Liebste hat nämlich mein permanentes Nörgeln über die Grenzen meiner kleinen Panasonic Lumix erhört und mir eine neue schöne Kamera geschenkt, die alle Möglichkeiten einer Spiegelreflexkamera bietet. Das neue Schätzchen und ein paar tiefere Weisheiten der Fotografie muss ich mir aber erst einmal erschließen. Da kann ich momentan keine wolligen Projekte als Konkurrenz gebrauchen.

Denn das habe ich aus den letzten Tagen vor Weihnachten gelernt: Man kann nicht nur zu viel kaufen oder zu viel haben. Es nervt genauso, wenn man sich zu viel vornimmt. Auch beim Bepacken eines Tages gilt: weniger ist mehr.

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Eine Antwort zu Ruhe kehrt ein.

  1. nukimama schreibt:

    Das klingt nach einem sehr schönen Weihnachtsfest und nach sehr viel Erholung und Gemütlichkeit in den „Tagen zwischen den Tagen“, die ich auch seeeeehr genieße.

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