Der Seehundkiller.

Schuldigung fürs tagelange Abtauchen.

Aber der Plan für mein Speckweg-Projekt ist nicht, wochenlang nur zwei Salatblätter pro Tag zu essen. Frustriert zu sein. Muskelmasse abzubauen. Und danach dank Jojo mehr zu wiegen als vorher.

Wenn schon, dann intelligent.

Ich werde eine Methode anwenden, mit der ich vor zwei Jahren schon mal ziemlich weit gekommen bin. Nur, dass ich mir damals kein richtiges Ziel gesetzt und auf halber Strecke aufgehört habe.

Deshalb musste ich mal abtauchen und mir ein Update verpassen. Heißt: noch einmal die relevanten Kapitel aus Tim Ferriss‘ Buch „Der 4-Stunden-Körper“ lesen. Obwohl die Methode eigentlich ziemlich simpel ist, gibt es doch eine Menge Details zu beachten. Und einiges an Hintergrundwissen aufzufrischen. Denn ich kann mich eher an Regeln halten, wenn ich weiß, warum sie aufgestellt wurden.

Ich denke, ich gerate hier nicht in den Verdacht, Schleichwerbung zu machen. Ich bin ja ein wenig unbekannter als Thomas Gottschalk und mein Blog ist nicht „Wetten dass“. Was ich hier empfehle, empfehle ich aus persönlicher Überzeugung. Und weil es euch vielleicht auch etwas bringt.

Das Buch ist wirklich großartig. Und streckenweise ziemlich abgedreht.

Aus meiner Sicht reicht es völlig, die von Tim empfohlenen Basiskapitel zu Fettabbau und Muskelaufbau zu lesen. Und vor allem für Vegetarier und Veganer noch die Kapitel zur „fleischlosen Maschine.“ That’s it. Wer sich für Eisbaden, Bodybuilding oder die theoretische Erklärung des Orgasmus interessiert, wird auch fündig. Aber das ist fakultativ und ich habe das meiste nicht gelesen.  Das Werk ist reichlich unkonventionell und Tim Ferriss sicher ein bisschen wahnsinnig.

Aber es ist gut. Es ist motivierend. Und es funktioniert.

Natürlich hat das Buch wie alles im Leben auch einen Nachteil: Der Autor selbst behauptet, man könne damit einen jungen Seehund erschlagen. Das liegt mir natürlich fern. Aber noch ferner lag mir, zusätzlich zu dem Wälzer noch meinen Laptop mit mir herumzuschleppen. Deshalb die Sendepause.

Zugegeben: das ist nur die halbe Wahrheit.

Dass ich das Projekt durchziehen werde, steht für mich fest. Aber ich hatte immer noch Hemmungen, das hier im Blog zu thematisieren. Zu frauenzeitungsmäßig und klischeebehaftet und oberflächlich. Dann ist mir aber klar geworden, dass das nicht stimmt. Und es eine Menge Bezugspunkte zur Shoppingdiät gibt.

Genauso wie der Wunsch, vom Shoppingwahn loszukommen, begleitet mich seit Jahren der Wunsch, die letzten paar Kilo Babyspeck loszuwerden. Es ist etwas, was schon lange auf meiner internen Liste der Dinge steht, die ich in meinem Leben gerne ändern würde.

Hier weiß ich – im Gegensatz zu anderen Punkten auf der Liste – ziemlich genau, was ich will. Und wie ich es erreichen kann. Warum also nicht damit anfangen und neben der Shoppingdiät eine weitere positive Veränderung in Gang setzen?

An der Shoppingdiätfront passiert sowieso grad nicht viel. Das gefürchtete erste Quartal lässt sich ganz easy an. Obwohl es draußen kalt und grau und usselig ist. Und in den Schaufenstern langsam die SALE-Schilder verschwinden und die ersten bunten Frühlingsoutfits auftauchen.

Ich könnte eine weitere Herausforderung gut gebrauchen. DYI im Sinne von Stricken und Nähen wird es vorerst nicht sein. Mein Schrank ist eigentlich immer noch zu voll. Ich fühle mich auch nach sechs Monaten Nicht-Shoppen immer noch mehr als gut ausgestattet. Und habe null Motivation, jetzt jede Menge Zeit in die Produktion von noch mehr Zeug zu investieren.

Nebenbei hätte das Abnehm-Projekt auch ein paar positive Nebenwirkungen in Sachen Kleiderschrank. Zum ersten kann ich mir ja bis 30.6. keine neuen Sachen kaufen. Also werde ich zur Abwechslung mal an dem arbeiten, was in den Kleidern steckt. Und ich werde wieder ein paar schöne Teile tragen können, die gerade in der Warteschleife hängen. Weil sie am Bund kneifen oder Speckröllchen unvorteilhaft betonen. Außerdem glaube ich, dass ein positives Körpergefühl ziemlich gut gegen den Wunsch immunisiert, sich ständig etwas Neues kaufen zu müssen. Weil man nämlich mit sich selbst zufrieden ist.

Und das wäre doch die perfekte Basis für die Zeit danach.

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2 Antworten zu Der Seehundkiller.

  1. die.villa.resi schreibt:

    Jetzt war ich neugierig und hab mir die Kindle ausgabe schnell mal bestellt 😀 Ich werde berichten, wies gefällt.

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