One more thing: Erbsenzählerei.

Ich habe was Wichtiges vergessen.

Und ich werde jetzt wahrscheinlich endgültig in Verdacht geraten, ein Exceltabellen-Fetischist zu sein. Nicht sehr schmeichelhaft. Wo es doch Fetischobjekte mit wesentlich mehr Sexappeal gibt.

Aber es muss sein. Weil Erbsenzählen (oder schicker ausgedrückt: Tracking) wirklich hilft. Nicht nur beim Eindämmen der eigenen Konsumsucht. Sondern auch, wenn man abnehmen oder einfach nur sein Körpergewicht unter Kontrolle halten will.

Auch hier geht es darum, nicht im Trüben zu fischen. Messbare Ergebnisse zu bekommen. Und diese festzuhalten. Dann weiß man, wo man steht. Und es kann unglaublich motivieren, wenn man Fortschritte nicht nur erahnt, sondern als greifbare Zahlen sieht.

Das ist nicht nur meine Privatmeinung. Tim Ferriss empfiehlt in seinem Buch dringendst, regelmäßig bestimmte Werte zu messen und festzuhalten. Und auch viele Fallbeispiele zeigen, dass man mit Tracking erfolgreicher ist.

Ich habe Tims Rat schon vor zwei Jahren beherzigt und halte seither jeden Tag mein Gewicht und den Körperfettanteil fest. Man muss dazu sagen: den Körperfettanteil, den meine alte Tanita-Waage ausspuckt. Der ist ganz sicher nicht genau. Aber das ist egal. Es geht auch eher darum, zu sehen: steigt oder fällt er? Und wo steht man ungefähr. Ich habe ihn auch mal in einem Labor mit der Bioimpedanzmethode messen lassen und das Ergebnis lag nur 2 Prozentpunkte unter dem, was meine Waage zeigt. So groß ist die Abweichung also nicht.

Eine zusätzliche sehr aussagekräftige Methode ist absolute Low-Tech: Man nehme in regelmäßigen Abständen ein simples Bandmaß und messe die Taille auf Nabelhöhe, die Hüfte an der breitesten Stelle, Oberschenkel- und Oberarmumfang. Und schreibe die Ergebnisse auf. Daran kann man schön sehen, wie man in Zentimetern abnimmt. Und das ist es ja eigentlich, worauf es ankommt.

Wie Tim Ferriss schon warnt: Die Waage ist ein nützliches, aber auch ein stumpfes Instrument. Man kann allein durch Wassereinlagerung oder –verlust kiloweise Schwankungen bekommen. Und wenn man gleichzeitig Fett abbaut und Muskeln aufbaut, kann man sogar an Gewicht zunehmen, obwohl man gerade Riesenfortschritte macht. Weil Muskeln schwerer sind als Fett. Mit einer Fixierung auf die Waage kann das zu schlimmer Frustration führen.

Diese Erbsenzählerei ist auch ganz praktisch, wenn man nur sein Gewicht halten will. Weil man frühzeitig merkt, wenn etwas in die falsche Richtung läuft. Und zwar deutlich bevor die Hose nicht mehr zugeht.

Richtig gut wird es, wenn man zusätzlich ein Ernährungstagebuch führt. Zugegeben, das habe ich auch nicht durchgehalten. Aber in den ersten vier Monaten 2011 schon. Daher kann ich auch so schön sehen, welche Nahrungsmittel bei mir funktionieren – und wie viel Schummelei ich mir bei Slow-Carb leisten kann 😉 Jetzt habe ich es wieder angefangen.

Es gibt für das Body-Tracking inzwischen auch jede Menge Apps, Webanwendungen etc. Ich bevorzuge es simpel in einer Exceltabelle. Die kann ich bei Bedarf auch in zehn Jahren noch wieder hervor holen. Bei diesen ganzen App- und Web-basierten Lösungen bin ich mir da nicht so sicher. Und nette Verlaufsdiagramme kriegt in Excel ja nun auch jeder hin.

Also in diesem Sinne: Zählt Erbsen statt Kalorien!

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