Gemischte Gefühle.

Gestern habe ich das nicht so geniale Wetter genutzt, um endlich meinen längst überfälligen „Schrankwechsel“ von Winter zu Sommer zu vollziehen.

Eigentlich habe ich mich darauf gefreut.

Nicht nur, weil ich nach Sonne und Wärme hungere. Und die Wintersachen jetzt so langsam satt habe. Ich habe bei einigen Teilen schon seit Tagen eine richtig kribbelige Vorfreude aufs Auspacken gespürt. Shopping im eigenen Kleiderschrank sozusagen. Mit den Vorteilen, dass es komplett kostenlos ist und eine schöne Bestätigung, dass man gut eingekauft hat. Ganz besonders bei Teilen, die ich schon seit einigen Jahren immer wieder gerne auspacke.

Aber dann kippte meine Stimmung ein bisschen.

Zwei Kleiderkisten voller in Seidenpapier gewickelter Sachen … und irgendwann beim Auspacken fragt man sich, was denn jetzt noch alles zum Vorschein kommt. Vor allem angesichts der Tatsache, dass alle diese Sachen gebügelt werden müssen.

Das Schöne war: Dank meiner Ausmist-Aktionen der letzten beiden Jahre ist nichts zum Vorschein gekommen, was ich nicht mag. Bedenklich dagegen war die Menge, die immer noch übrig ist. Irgendwie ist es immer noch zu viel.

Und ich habe mich gefragt:

Selbst wenn du grad keine Shoppingdiät machen würdest – was um Himmels Willen würdest du auf diesen Berg denn noch draufpacken wollen? Außer vielleicht zwei, drei Shirts (als Ersatz für etwas abgenuffelte) ehrlich gesagt: NICHTS.

Und das ist doch schon mal was. Vor gar nicht allzu langer Zeit wäre ich überzeugt gewesen, dass man nach fast einem Jahr Nicht-Shoppen am Rad drehen und unbedingt was Neues brauchen würde.

Was für ein fundamentaler Irrtum 😉

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4 Antworten zu Gemischte Gefühle.

  1. kommentar schreibt:

    Ich bewundere deine Konsequenz und Einsicht so sehr, dass sei dir anlaesslich des Earth Days’s mal (wieder) gesagt.

  2. Tinchen schreibt:

    So ging es mir auch, nachdem ich bewusst das Shoppen aufgehört hatte. Heute kaufe ich nur noch etwas, wenn sich bedeutende Lücken in meinem Kleiderschrank auftun, die durch Improvisieren nicht auszugleichen sind. Oder eben, wenn Altes und Kaputtes ersetzt werden will.
    Freut mich, dass es dir ähnlich zu ergehen scheint. Ich hoffe, dass es sich für dich genauso befreiend anfühlt, wie für mich damals 🙂

    • konsumrebellin schreibt:

      Ja, es fühlt sich wirklich enorm befreiend an. Inzwischen bin ich auch sicher, dass ich nach meiner Shoppingdiät nicht in alte Muster zurückfallen werde. Ich werde wohl ähnlich agieren, wie du es beschreibst: bestenfalls echte Lücken auffüllen und Ersatz für Teile beschaffen, die es definitiv hinter sich haben und auch nicht mehr zu reparieren sind 🙂

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