Die Mutter aller Hugos.

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Wer Rücken hat, hat auch Likör.

Zum Beispiel ein paar Liter selbstgemachten Holunderblütenlikör zum Runterspülen von Ibuprofen. Was ich natürlich nicht mache, weil erstens zu schade, zweitens ungesund und drittens wird der Rücken schon von allein besser, so dass ich überlege, ob ich das Ibuprofen überhaupt nehme (… und mir den Likör mal lieber solo reintue, haha.).

Aber hier soll’s nicht schon wieder um meine Wehwehchen und auch nicht um Drogenmissbrauch gehen, sondern um eine Wiederauflage meines DIY-Projektes vom letzten Jahr. Da habe ich erstmals Holunderblütenlikör selbst gemacht. Weil ich das Aroma so genial finde. Und weil ich was Nettes zum Verschenken haben wollte, was man nicht an jeder Ecke kaufen kann.

Das Stöffchen hat nicht nur dem Liebsten und mir bestens geschmeckt, sondern ist auch bei allen Beschenkten super angekommen. Also habe ich dieses Jahr wieder fleißig gebraut und da die Holunder ja immer noch blühen, gebe ich euch das hochgeheime Rezept dieses unglaublich kompliziert herzustellenden Tranks preis.

Kleiner Scherz. Holunderblütenlikör geht so einfach, dass ich hoffe, keiner meiner Freunde liest dieses Post. Dann würde nämlich die allgemeine Bewunderung angsichts meiner Werke deutlich abnehmen 😉

Zutaten Holunderblütenlikör:
35 frisch gepflückte Holunderblüten
3 Liter Wasser
50 g Zitronensäure
1 kg Zucker
1 Paket Vanillinzucker (nach Wunsch)
3 Flaschen Doppelkorn (38%)

Die Blüten nach dem Sammeln gründlich ausschütteln, damit die kleinen Tierchen herausfallen, die eventuell da noch herumlümmeln. Auf keinen Fall waschen, denn darunter leiden die Blüten und das Aroma.

Blüten in eine große Schüssel packen, Zitronensäure mit Wasser vermischen, Blüten damit übergießen, abdecken und für mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Bei einer Ziehzeit von 48 Stunden wird das Aroma noch intensiver.

Danach den ganzen Spaß abgießen und filtern. Ich mache das immer in drei Runden:

1. großes, gröberes Sieb – damit sind Blüten, Blütenblätter etc. herausgefischt
2. feines Teesieb oder feines Passiersieb
3. bei Bedarf ein Stück Mull ins feine Sieb legen und nochmal durchgießen
Damit sollten auch feine Teilchen komplett herausgefiltert sein.

Anschließend noch Doppelkorn, Zucker und – wer mag – Vanillinzucker zugeben. Obwohl ich normalerweise echte Vanille  vorziehe, benutze ich für diesen Likör Vanillinzucker. Er rundet das Aroma ganz dezent ab und man hat keine braunen Teilchen im klaren Likör.

Und das war’s auch schon.

Ich verschenke meinen Likör natürlich nicht gleich in Literflaschen wie auf obigem Foto, sondern in kleineren mit selbstgestaltetem Etikett. So weit bin ich leider noch nicht gekommen … aber die Holunder blühen ja nicht ewig, weshalb ich gegen Protest meines inneren Perfektionisten eben mal den Zwischenstand abgelichtet habe.

Schönes Wochenende und viel Spaß beim Holunderblütensammeln 🙂

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3 Antworten zu Die Mutter aller Hugos.

  1. michaela schreibt:

    Ist doch trotzdem eine Leistung! Ansonsten könnte ja auch jeder ständig seine eigene Marmelade produzieren. Machen ja aber auch die wenigsten 😉

    Sieht auf jeden Fall super aus. Prost!

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