Entscheidungsmüde?

Durch ein Post von Minimalist Mom bin ich gestern auf einen interessanten Artikel der New York Times aufmerksam geworden, in dem es um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über Entscheidungsmüdigkeit geht.

Der Artikel ist nicht gerade das, was man kurz und knackig nennt. Und es geht darin nur am Rande um Shopping. Aber er hat mich trotzdem nicht losgelassen. Weil das Ganze nämlich doch eine große Relevanz hat für Shopaholics und alle, die keine mehr sein wollen.

Das stark eingedampfte Fazit des Artikel heißt:

Unsere mentale Energie erschöpft sich im Laufe des Tages. Je mehr Entscheidungen wir fällen müssen, desto mehr leidet unsere Entscheidungsfähigkeit. Das heißt, mit zunehmender Zeit entscheiden wir immer schlechter oder auch gar nicht mehr.

Unter der abnehmenden mentalen Energie leidet auch unser Wille. Ja, genau der, der uns Verlockungen widerstehen lässt, statt Junkfood gutes Essen verlangt und uns am Abend noch in die Laufschuhe und eine Runde um den Block treibt. Und der dafür sorgt, dass wir uns im Leben um die wichtigen Dinge kümmern.

Heißt etwas zugespitzt: Wer täglich mit zu vielen Entscheidungen konfrontiert ist, läuft eher Gefahr, arm, dick und krank zu werden und wird es im Leben wahrscheinlich nicht zu viel bringen.

Was hat das jetzt mit Konsumrebellion zu tun?
Vielen Entscheidungen können wir doch gar nicht ausweichen.

Stimmt. Aber habt ihr mal überlegt, mit wie vielen Konsum- und anderen Entscheidungen wir uns ganz freiwillig zumüllen? Einfach weil wir zu viel Zeug haben, aus dem wir auswählen müssen oder über das wir irgendwie entscheiden müssen. Und natürlich: Jeder Besuch eines Geschäfts oder einer Shoppingsite verlangt uns Entscheidungen ab.

Das Dumme ist, dass man gar nicht merkt, wie der eigene Wille und die Urteilsfähigkeit den Bach runtergehen. Irgendwann hat man dann jede Menge Zeit  mit Nicht-Entscheiden mehr oder weniger sinnvoller Dinge verplempert oder man hat blödsinnigerweise Geld ausgegeben, nur um endlich Ruhe zu haben. Beides nicht gut.

Und der Ausweg?

Auch hier hat die NYT einen sachdienlichen Hinweis: Weise Menschen reduzieren die Zahl der Entscheidungen, die sie treffen müssen, so weit wie möglich – und schonen damit ihre mentale Energie für gute Urteilsfähigkeit und einen starken Willen.

Das spricht generell für weniger Zeug, weniger Optionen, weniger Shopping (auch Window-Shopping) … vermutlich kommt das gute, befreite Gefühl während der Shoppingdiät auch daher, dass man sich einfach mit weniger lästigen, energiefressenden Entscheidungen herumschlagen muss.

Jetzt ist es quasi wissenschaftlich bewiesen … und ich werde ganz sicher nach meiner Shoppingdiät dran denken:

Weniger (Window-)Shopping = weniger Stress = mehr Energie 🙂

Oder anders formuliert:
Ich werde mir auch nach der Shoppingdiät erlauben, meinen Konsum-Entscheidungsstress so gering wie möglich zu halten.

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