Früh übt sich …

… was ein echter Shopaholic werden will.

Gestern bin ich per Zufall durch einen Kinderflohmarkt gestolpert. So weit nichts Sensationelles. Die meisten Stände boten halt das Übliche: Spielzeug, Klamöttchen, Accessoires aus denen die lieben Kleinen irgendwie rausgewachsen waren.

Das Highlight kam am Ende der kleinen Flohmarktgasse. Dort saß ein wirklich süßes, etwa acht oder neun Jahre altes Mädchen. Vor sich einen kleinen Tisch mit Kettchen, Armbändchen etc. Neben sich eine Decke, nur noch halb belegt, mit locker zehn Handtäschchen.

Das fand ich doch ziemlich umwerfend. Viel mehr Taschen habe ich nämlich auch nicht im Schrank. Und wie mir die Kleine erzählte, waren die Taschen auf der Decke nur die, die sie nicht mehr mochte. Und ein paar hatte sie auch schon vertickt.

Ah so. Darüber könnte man sich jetzt amüsieren, aber mir tut das Mädchen leid. Weil ich mir nämlich gut vorstellen kann, wie es in ihrem Leben weitergeht. Wenn sie nicht noch auf eine ganz andere Spur kommt (manchmal ist die Pubertät ja auch zu etwas gut).

Mich hätte ja brennend interessiert, wie Mama so daherkommt und was sie sich dabei denkt, ihrer Tochter schon in diesem zarten Alter so einen Wahnsinn beizubringen. Falls Mama sich überhaupt irgendwas denkt. Aber sie war leider nicht da. Vermutlich gerade shoppen.

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