Zwischenbilanz.

Das Ende meiner Shoppingdiät liegt jetzt fast zwei Monate zurück.

Ein guter Zeitpunkt, um eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Obwohl die gar nicht so einfach ist. Am Anfang war es bei mir nämlich anders als bei meinen ehemals shoppingdiätenden Mitbloggerinnen, die nach Ende ihrer Auszeit fast nichts gekauft haben, weil ihnen nichts gefiel. Mir gefiel ganz im Gegenteil schon so einiges (vielleicht war ich nur in den „richtigen“ Läden 😉 ). Und ich habe auch einiges gekauft und war schon wieder schwer okuppiert von Shopping-Entscheidungen und Optionen.

Das nervte, wie ich in diesem Post schon geschrieben habe. Und es hat mich auch ein wenig frustriert, denn ich musste mich schon fragen, ob ich gerade einen klassischen Jojo-Effekt erlebte.

Und dann zeigte sich doch eine Änderung.

Seitdem ich meine Wunschliste abgearbeitet habe (zugegeben, mit etwas Plan-Übererfüllung), bin ich aus mysteriösen Gründen nicht mehr in der Lage, noch etwas zu kaufen. Ich KANN einfach nicht, obwohl ich schon noch Dinge gesehen habe, die mir gut gefallen und die erstmal einen leichten Haben-Wollen-Effekt auslösen. Aber es ist, als hätte ich eine innere Sperre. Was mir gar nicht so unrecht ist.

Jetzt so kurz vorm Urlaub kam natürlich auch die übliche Torschluss-Panik auf. Oh, es wird kühler. Brauche ich vielleicht noch ein Sweatshirt? Oder ein Paar neue Sneakers? Oder …? Aber ich habe nichts gekauft. Geholfen hat mir dabei auch die Erinnerung ans letzte Jahr. Da hatte ich nämlich vorm Urlaub keine Torschluss-Panik, weil ich gar nichts kaufen durfte. Und ich habe keinen Mangel erlitten, sondern trotzdem wieder viel zu viel mitgenommen. Aber sehr viel entspannter war’s ohne dieses Drängen, ob man nicht doch dringend irgendwas für den Urlaub kaufen müsse …

Außerdem gibt es mir schon zu denken, wenn mir eine Verkäuferin sagt, ich wäre extrem gut sortiert und grundsätzlich würde sie mir ja gerne was verkaufen, aber eigentlich wäre das komplett unnötig. Wahrere Worte wurden nie gesprochen. Ich hatte zwar eh nicht vor, etwas zu kaufen, aber irgendwie war’s mir doch peinlich, dass ich überhaupt durch den Laden streifte.

Also die Zwischenbilanz lautet:

Ich stehe immer noch nicht über den (Shopping-)Dingen, aber vielleicht habe ich doch so etwas wie ein Gefühl fürs Genug entwickelt. Und jetzt habe ich gerade genug und shoppe deshalb auch nicht. Überhaupt muss ich ja den ganzen neuen Winterkram ja erstmal anziehen, aber dagegen sperre ich mich noch. Ich will lieber die letzten Sommertage ganz auskosten – auch was die Kleidung angeht.

Da muss ich grad an einige Begegnungen aus der Mittagspause denken. Viele Frauen scheinen das nämlich nicht so zu sehen. Heute kamen mir schon die ersten mit Fellstiefeln!!!!, Strickschals etc. entgegen. Und nein, es ist nicht kalt hier in Köln. Ich schätze, heute Mittag hatte es gepflegte 24 Grad. Mindestens.

Aber egal. Jetzt verzupfe ich mich erstmal in den Urlaub, wie meine lieben österreichischen Mitblogger und Leser sagen würden. Bis bald 🙂

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Dieser Beitrag wurde unter Downscaling, Mode, Shoppingdiät + Konsumverzicht abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Zwischenbilanz.

  1. nunette schreibt:

    Aaaaaw, eine Piefke verwendet einen klassischen Ösi-Begriff! Die Verbalfetischistin wischt sich grad eine Träne der Rührung aus dem Augenwinkel 🙂 Wünsche wunderschönen Urlaub!!!!!

    • konsumrebellin schreibt:

      Dankeschön … und die Träne der Rührung ist absolut berechtigt; denn dass „Verzupfen“ inzwischen zu meinem Wortschatz gehört, habe ich nur dir zu verdanken. Ich finde dieses Wort einfach klasse, ebenso knotzen, Gewand etc. … 😉

  2. mathildatanzt schreibt:

    Wünsche dir einen schönen Urlaub! Was bitte tut man, wenn man knotzt??

    • konsumrebellin schreibt:

      Vielen Dank und sorry für die späte Antwort. Im Urlaub mache ich immer 100% blogfrei und nachher musste ich mich erstmal sortieren 😉 Knotzen heißt so viel Herumlümmeln oder Fläzen – so verstehe ich es jedenfalls. Wenn du 100% Sicherheit haben willst: Nunu klärt dich bestimmt gerne auf 🙂

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