Über diesen Blog

Ich habe nichts gegen Konsum. Wirklich nicht.
Ich bin bekennende Genießerin und weiß eine reiche Angebotsvielfalt zu schätzen. Vielfalt wohlgemerkt, nicht globalisierte Uniformität. Ich kann mich echt begeistern für schönes Design und gutes Handwerk. Ich schätze leckeres, ehrliches, regionales Essen und Trinken. Ach ja, und ein Buch-Junkie bin ich sowieso.

Aber ich habe etwas dagegen, wie der Konsum unser Leben dominiert.
Wir verbringen so viel Zeit mit Geld verdienen, Geld ausgeben, gekauftes Zeug lagern, pflegen, verkaufen, entsorgen … dass uns am Ende kaum noch Zeit zum Leben bleibt. Ein einfacheres Leben würde den meisten von uns gut tun. Wir hätten mehr Platz, mehr Zeit, weniger Druck. Außerdem glaube ich, dass sich viele den Konsumrausch sowieso nicht mehr lange leisten können. Also warum nicht freiwillig ein Downgrade machen?

Shoppingdiät!
Meine eigene ganz große Konsum-Achillesferse war immer die Mode. Ich habe jahrelang viel zu viel gekauft. Und trotz eines übervollen Kleiderschranks nie genug bekommen. Also war klar: Wenn ich was gegen meinen eigenen Konsumrausch tun will, dann zuerst an dieser Front. Mit einer Shoppingdiät. Vom 30.6. 2012 bis 30.6.2013 habe  werde ich weder Kleider noch Schuhe noch Accessoires gekauft kaufen. Niente.

Das rechte Maß finden.
In diesem Blog geht es darum, wieder das rechte Maß beim Konsum zu finden. Es geht um Downscaling, aber nicht um echten Minimalismus. Auch wenn ich die Idee grundsätzlich faszinierend finde und viel darüber gelesen habe. Aber das Minimum ist für mich persönlich eben wieder ein Extrem und nicht das richtige Maß.

Besser leben.
Konsumverzicht klingt leicht nach schlechtem Leben. Aber das ist nicht wahr. Er kann sogar sehr befreiend wirken und zusammen mit anderen positiven Veränderungen genau das bewirken, was wir uns alle ersehnen: ein besseres Leben. Oder überhaupt wieder erst einmal ein Leben, das die Bezeichnung verdient. Weil es lebendig ist und nicht durch die Jagd nach Zeug und Geld erstickt wird.

Das ist es, was ich unter KONSUMREBELLION verstehe.

Habt ihr Fragen oder Anregungen zu diesem Blog? Wollt ihr Texte oder Bilder daraus veröffentlichen? Mir einen Buchvertrag anbieten (kleiner Scherz ;-)), oder, oder, oder …? Dann nehmt bitte einfach Kontakt zu mir auf:

© Text und Bild: konsumrebellion
ALLE BILDER UND TEXTE IN DIESEM BLOG SIND MEIN EIGENTUM UND DÜRFEN NICHT OHNE MEINE ZUSTIMMUNG VERWENDET WERDEN.

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13 Antworten zu Über diesen Blog

  1. daniel schreibt:

    Hallo,
    hab leider kein Kontaktformular oder Mailadresse gefunden, weshalb ich jetzt hier mal kurz nachfragen möchte, ob Interesse an einem Gastartikel in meinem Blog bestehen würde.
    Würde mich freuen, von Dir zu hören!
    lg daniel

    • konsumrebellin schreibt:

      Vielen Dank für deine Anfrage. Ich fühle mich geehrt … und schreibe gern einen Gastbeitrag für deinen Blog. Allerdings wird das wohl erst im nächsten Jahr was werden, aber bis dahin dauert’s ja nicht mehr lange 😉

      • daniel schreibt:

        Das freut mich! Mailadresse siehst du ja. Kannst dich darüber ja melden, wenn du Zeit findest.
        Wünsche dir frohe und konsumfreie Weihnachten!
        daniel

  2. lokalheldin schreibt:

    Wow, also ich mach ja auch derzeit Konsumfasten (seit einer Woche und geplant ist halt bis Ostern) und find es bis jetzt schon ganz schön schwer…aber 1 Jahr lang. Respekt! Klamottenkauf ist bei mir zwar das kleinste Übel, denn ich bin da ganz geschlechtsuntypisch ein echter Shoppingmuffel. Aber einige Laster – 3x die Woche Essen gehen, CDs, Bücher, Küchenutensilien, und am Schlimmsten: Apfel-Spielzeuge kaufen – haben sich nach dem Zwangs-Spar-Studenten-Leben in den letzten Jahren doch eingeschlichen. Jetzt mit 50 € die Woche auszukommen: gar nicht einfach! Echt cool, dass du das so durchziehst. Hab dein Blog jetzt nicht von Anfang an gelesen. Hast du dir auch ein Geldlimit gesetzt? (Frage mich nämlich grad, ob das so klug war, denn ich will ja eigentlich nicht an der Qualität, sondern an der Quantität der Dinge sparen, die ich mir leiste.)

    • konsumrebellin schreibt:

      Nein, ich habe mir kein Geldlimit gesetzt, weil ich mich erstmal auf eine Front (Klamotten) konzentrieren wollte. Durch die Shoppingdiät habe ich ja meine Ausgaben eh schon gesenkt. Aber natürlich muss man aufpassen, dass das Geld nicht komplett in „Ersatzspielfelder“ fließt. Ich behalte die Ausgaben für meine sonstigen „Laster“ einfach im Auge. Eine Limit für ein ganzes Jahr wäre wohl zu hart geworden, außerdem gibt es Bereiche (z.B. Essen), wo ich nicht auf Qualität verzichte, nur um Kosten zu sparen. Aber für überschaubare 6-Wochen finde ich die Idee einer Konsumfastenzeit mit Ausgabenlimit eigentlich super. Vielleicht nächstes Jahr 😉

  3. Frau DingDong schreibt:

    Ähm. Hallo.
    Tragischerweise habe ich deinen Blog erst jetzt entdeckt. Es kann also sein, dass ich dir demnächst quer durch alle Einträge dein Kommentarfach neu tapezieren werde ;D
    ein gaaanz tolles blog hast du da geschaffen !!!

  4. missubuntu schreibt:

    Schöne Gedanken und schöne Bilder – vor allem die Naturbilder gefallen mir. Ich bin durch Hildegardlewi auf dein Blog gestoßen und habe gerade ein bisschen darin gestöbert.
    Ich praktiziere auch schon seit einer Weile Konsumverweigerung, teils aus Notwendigkeit, teils weil diese Konsumwahn endlich aufhören muß – weil wir auf dem besten Weg sind, unsere eigene Lebensgrundlage zerstören. Hast du schon mal „Haben oder Sein“ von Erich Fromm gelesen? Es ist ein wunderschönes Buch, das mich immer wieder berührt, weil er meines Erachtens den Kern der Sache getroffen hat.
    Liebe Grüße aus Brighton an der englischen Südküste

    • konsumrebellin schreibt:

      Ich freue mich sehr, dass dir mein Blog und meine Fotos gefallen. Was den Erich Fromm betrifft, bekomme ich gerade einen Satz vor Scham heißer Ohren: Das Buch steht nämlich auch schon seit geraumer Zeit in meinem Regal und wartet darauf, gelesen zu werden. Ich werde deinen Kommentar als Kick nutzen und es jetzt gleich mal in meine Tasche packen, denn im Pendlerzug komme ich am ehesten zum Lesen.
      Liebe Grüße nach Brighton 🙂

  5. Romy schreibt:

    Falls du Lust hast, sei doch dabei und verrat uns ein bisschen was 😀

    http://wp.me/p2sQoZ-1H4

    • konsumrebellin schreibt:

      Liebe Romy,
      sorry für die späte Reaktion. Ich dachte immer, ich schaff’s direkt, deine Fragen zu beantworten … also vielen Dank, dass du an mich gedacht hast und bitte etwas Geduld. Die Antworten kommen vielleicht etwas später, aber sie kommen 😉

  6. Annette schreibt:

    Liebe Jana, Konsumverzicht klingt gar nicht nach einem schlechteren Gegenteil, im Gegenteil: Wenn wir den Wunsch nach konstantem und gefährlichem Wachstum aufgeben, erhöhen sich die Chancen, dass sich unsere eigene Lebensqualität verbessert. Es ist ein Teufelskreis, dem ich zum Glück nicht verfallen bin. Shopping sagt mir null. Aber ich mag Bücher, Handwerk, gutes Essen…ich glaube, wir sind uns ganz ähnlich. 🙂 Lieben Gruss von Annette

    • konsumrebellin schreibt:

      Du hast völlig recht, aber für viele Leute ist Verzicht (und vor allem Konsumverzicht) generell negativ belegt. Und selbst wenn man – wie ich – schon vor Jahren begriffen hat, dass es so nicht weitergehen kann (und übermäßger Konsum by the way auch nicht glücklich macht), war es nicht leicht, sich davon loszumachen. Aber der Blog hat gute therapeutische Wirkung gezeigt 😉

      Liebe Grüße,
      Jana

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